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InterfaceFLOR Teppichskulptur

Teppichfliesen haben in Europa ein etwas biederes Image. Das weiß das Unternehmen InterfaceFLOR aus Atlanta – und spielt damit. Auch auf Messen wie der BAU 2011, wo wir gemeinsam einen Teppichfliesen-Tornado entfachten.

Tornados entstehen, wenn warme Luft in Spiralen nach oben steigt. Die Luft dreht sich immer schneller, ein Sog entsteht, reißt alles mit sich. Diesen Extremzustand halten Tornados aber nicht lange durch. Nach etwa zehn Minuten brechen sie meistens in sich zusammen. Ein Tornado ist in seiner Form also eine eher kurzfristige Angelegenheit. Aber ein Hingucker. Teppichfliesen haben mit einem Tornado nichts gemein, sie sind weder zerstörerisch noch unberechenbar noch kurzlebig. Nicht mal stürmisch. Sie liegen am Boden. Und fallen den meisten Menschen kaum auf.

Also bringen wir die beiden Extreme zusammen – und bauen einen Tornado. Einen bis zur Hallendecke reichenden, riesigen Teppichfliesen-Twister, der so wirkt, als reiße er gleich den ganzen Messestand mit sich. Dynamisch, skulptural, emotional. Ein Tornado, der die Designkraft von InterfaceFLOR betont – und gleichzeitig zu ökologischem, nachhaltigem Handeln mahnt. Für diesen Tornado brauchen wir unsere ganze statische Expertise. Staunende Gesichter schon beim Aufbau. Schließlich überragt er alles in der Messehalle.

Verspiegelte Möbel im Ausstellungsbereich werfen den Tornado zurück, multiplizieren ihn, machen aus dem einen Trichter viele kleine. Fast rahmenlose Licht- und Infotafeln neigen sich ihm zu. Die Sitzbänke brechen aus dem rechten Winkel aus, scheinen gleich mitgerissen zu werden. Und der Twister hält durch, die komplette Messe lang – ganz anders als seine Cousins in freier Wildbahn.

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